Etwa seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts werden medizinische Geräte zur Abbildung von Organen und Körperstrukturen in der Diagnostik eingesetzt. Im Rahmen dieses so genannten diagnostic imaging werden Verfahren eingesetzt, die ohne riskante invasive Eingriffe aufschlussreiche Informationen zur Diagnose krankheitsbedingter Veränderungen liefern. Eine Kategorisierung der verschiedenen Methoden lässt sich anhand der Bilderzeugungsart vornehmen. So unterscheidet man die Bilderzeugung mittels Röntgenstrahlung, Radionukliden, Ultraschall, Kernspinresonanz und Infrarotstrahlung.
Röntgenstrahlung: Hierunter versteht man elektrische Wellen, die durch Beschleunigung geladener Teilchen entstehen. Durch Röntgenstrahlung werden im dignostic imaging vor allem Knochen sichtbar gemacht, aber modernere Geräte wie Comptertomographen ermöglichen auch die Darstellung innerer Organe. Bei herkömmlichen Röntgenaufnahmen werden zweidimensionale Bilder erzeugt, während durch Computertomographie heutzutage auch dreidimensionale Abbildungen durchführbar sind.
Radionuklide: Radioaktiv zerfallende Kerne instabiler Atome, mit deren Hilfe Stoffwechselprozesse lebender Organismen untersucht werden können. Gängige Verfahren sind Positronen-Emissions-Tomographie und Szintigraphie. Die Verwendung erfolgt vor allem bei Skelettveränderungen, Schilddrüsenerkrankungen und einer Mangeldurchblutung des Herzmuskels.
Ultraschall: Schallfrequenzbereich oberhalb des vom Menschen hörbaren. Ein bildgebendes Verfahren in der Medizin, das diese Schallwellen nutzt, wird Sonographie genannt und vor allem in der Schwangerschaftsvorsorge eingesetzt. Vorteile liegen hier in der leichten und gefahrlosen Durchführbarkeit sowie der weiten Verbreitung.
Kernspinresonanz: Durch Spektroskopie wird bei dieser Methode die elektronische Umgebung von Atomen und deren Wechselwirkungen mit Nachbaratomen untersucht. Die Magnetresonanztomographie erzeugt Schnittbilder des menschlichen Körpers durch starke Magnetfelder und elektromagnetische Wechselfelder, aus denen sich Rückschlüsse auf Erkrankungen ziehen lassen. Eine MRT wird vor allem bei einer Untersuchung des Gehirns sowie der inneren Organe durchgeführt.
Infrarotstrahlung: Elektromagnetische Wellen, die einen Spektralbereich besitzen, der sich zwischen sichtbarem Licht und der längerwelligen, so genannten Terahertzstrahlung befinden. Thermografieaufnahmen nutzen die Infrarotstrahlung und können Entzündungsherde lokalisieren, so dass anschließend eine gezielte Behandlung erfolgen kann.
Die verschiedenen Verfahren gehen mit einer unterschiedlichen Strahlenbelastungen einher. Während zum Beispiel Ultraschall und Magnetresonanztomographie strahlenfrei sind, weisen andere Methoden relativ hohe Werte auf. Die Strahlenbelastung ist durch ethische und auch gesetzliche Normen zu minimieren, um die Patienten vor unverhältnismäßigen Gesundheitsrisiken zu schützen. Trotz der Gefahren einiger Apparaturen des dignostic imaging, überwiegen eindeutig die Vorteile einer erleichterten Diagnose von Krankheiten.