Das sogenannte Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) ist eine nach dem ICD klassifizierte psychische Störung, die zumeist im Kindesalter beginnt. Kennzeichen der Erkrankung sind Regulationsprobleme bezüglich der Aufmerksamkeit und Impulsivität, oft gepaart mit Hyperaktivität. Gegenwärtig zeigen etwa drei bis zehn Prozent aller deutschen Kinder Symptome, die ADS vermuten lassen. Eine ausreichend objektive Methode der Diagnostik ist jedoch nach bisherigem Kenntnisstand nicht möglich.
Alle Symptome der Erkrankung können den Menschen auch bis durch sein Erwachsenenleben begleiten. Die multifaktorielle Störung wird neben einer genetischen Disposition von unvorteilhaften Umweltbedingungen und psychosozialen Faktoren begünstigt. Eine optimierte Behandlung richtet sich aufgrund der Komplexität der Erkrankung nach dem Schweregrad, dem Alter und den individuellen Symptomen des Patienten. Idealerweise wird man den Beschwerden durch ein Kombipaket aus verschiedenen Behandlungsansätzen gerecht. Grundlage ist die Aufklärung und Beratung des nahen sozialen Umfeldes. Neben einer etwaigen Pharmatherapie bei schwerer Ausprägung und einer Verhaltenstherapie, vermag die Naturheilkunde einen Beitrag zur Besserung des Befindens zu leisten.
Stress, Reizüberflutung, Bewegungsmangel und ungeeignete Ernährung leisten ihren Beitrag zu innerer Unausgeglichenheit. Der Grundsatz ganzheitlicher Naturheilkunde, die Selbstheilungskräfte und den Selbstwert zu stabilisieren, kann auch bei ADS heilfördernd wirken. Differenzierte Globuligabe, Schüssler Salze oder Bachblüten Anwendungen, können helfen den eigenen Körperhaushalt wieder zu regulieren. Innerhalb eines multimodalen Ansatzes, begleitend den Konsum von Lebensmitteln mit hohem glykämischen Index zu vermeiden und proteinreiche Nahrung vorzuziehen, bewirkt bei Betroffenen oft spürbare Veränderungen. Auch gymnastische Übungen aus der Kinesiologie oder autogenes Training helfen bewusst zwischen Entspannung und Anspannung zu regulieren und nachhaltig zur Ruhe zu kommen. Oft unterstützen regelmäßige Übungen in entspannter Atmosphäre, wie etwa vor einem hauseigenen Kaminofen, enorm. Auch der Konsum bzw. die Präsenz technischer Geräte sollte sorgsam korrigiert werden. Geschlossene PC Möbel etwa helfen, Computer und Fernseher aus dem Blickfeld zu räumen und die Aufmerksamkeit auf entspannende Tätigkeiten umzulenken.